28.05.2014 Erlebnisraum Weser rückt in den Fokus

Mosaiksteine zur besseren Anbindung von Stadt und Fluss in Planung / Weser trennt Stadt in Nord und Süd

Schaumburger Wochenblatt / 28.5.2014

Rinteln

(ste) Die Weser als trennendes Element zwischen Nord- und Südstadt, als hochwasserbringende Gefahr und Eingrenzung der Stadt in ihren Entwicklungsmöglichkeiten; diese Verbindungen kommen schnell, wenn man an "Rinteln an der Weser" denkt. Damit soll nun Schluss sein. Durch zahlreiche Einzelmaßnahmen will die Stadt den Erlebnisraum Weser weiter in den Fokus der Menschen rücken und am letzten Wochenende war dazu ein kleiner Empfang am Weserufer, um die neue Weserpromenade mit ihrem Herzstück, einer Brücke über den "Alten Hafen", einzuweihen.

Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz erinnerte dabei daran, dass an "Bombecks Eck" zwei neue Eichentore am Ausfluss der Exter installiert wurden: "Damit wird die Geschichte der Stadt lebendig gehalten!" Die neue Brücke, die im Verlauf der Weserpromenade das Hafenbecken quert (SW berichtete), ist nun ein weiterer Baustein zur besseren Anbindung der Stadt an die Weser. Rinteln hatte dazu drei Architektenbüros um Gestaltungsvorschläge gebeten und sich schließlich für die jetzige Lösung entschieden. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde gingen geladene Gäste zusammen mit dem Bürgermeister auch zum neuen Blumenwalleingang, der barrierefrei ausgebaut wurde und durch vorsichtige Reduzierung des Baumbestandes besser einsehbar ist. Weitere Mosaiksteine, so Buchholz, seien der Wohnmobilstellplatz, die Bootsanleger, die Verlegung des Radweges, das großflächige Bild der Rintelner Innenstadt unter der Brücke und der neu gestaltete Weg auf der Mauer oberhalb der Mühlenstraße. Als nächstes Projekt steht die Erschließung des "Exter-Deltas" an und auch über eine Verlängerung der Promenadenwege in Richtung ehemaliger Jugendherberge und Richtung Doktorsee wird offensiv nachgedacht.

Schützenhilfe beim Durchtrennen des Bandes an der neuen Brücke erhielt Buchholz von Ortsbürgermeister Friedrich-Wilhelm Rauch und dem "Hafenmeister" Wilhelm Gröne. Der hält auf der Weserpromenade den Weg ehrenamtlich sauber.