16.06.2014 Wunschergebnis ...

KOMMENTAR ... kommt drei Wochen zu spät

Schaumburger Zeitung / 16.6.2014

Rinteln

Von Lars Lindhorst
Für Rintelns neuen Bürgermeister Thomas Priemer kommt das Ergebnis von gestern Abend wie erwartet. Und trotzdem muss ihm eine tonnenschwere Last von den Schultern gefallen sein. Denn dass sich eine Mehrheit für den SPD-Mann erst Mitte Juni nach einer Stichwahl schwarz auf weiß belegen lässt, damit hat Priemer selbst wohl am allerwenigsten gerechnet.

Hätte man ihn an Weihnachten gefragt, was sein größter Wunsch sei, dann hätte der seit Längerem als Buchholz-Nachfolger gehandelte Priemer wohl nicht mit „klarer Wahlsieg“ geantwortet. Damit hatte man in Reihen der SPD ohnehin gerechnet.

Es kam aber anders: Priemer musste sich als Auetaler Bürgermeister und ausgewiesener Verwaltungsfachmann nicht nur mit CDU-Widersacher Rauch auseinandersetzen: Viel nervtötender für Rintelns neuen Rathauschef war ein parteiloser Heinz-Josef Weich, der zuweilen all das infrage stellte, bei dem Experte Priemer mit seiner Berufserfahrung punkten wollte. Das ist Weich geglückt: Im ersten Wahlgang fehlten Priemer nur eine Handvoll Stimmen.

Den Kontrahenten Friedrich-Wilhelm Rauch ist Priemer gewiss nicht los. Er wird ihm in den politischen Gremien der Stadt weiter begegnen. Vielleicht tun sich dann die Kontroversen auf, nach denen man im Wahlkampf jedenfalls vergeblich suchte.